Geschichte der Gemeinde Lohmen

Die Gemeinde Lohmen liegt etwa 25 km südöstlich von Dresden entfernt am Rande des Nationalparks Sächsische Schweiz und erhielt daher im 18. Jahrhundert den Beinamen „ Tor der Sächsischen Schweiz“, den die Gemeinde später an Pirna abgeben musste.
Lohmen wurde im Jahre 1292 erstmals urkundlich erwähnt und war im frühen Mittelalter eines der sogenannten Rittergesesse des oberelbischen Gebietes. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde daraus ein kurfürstliches Kammergut, zu dem eine schon 1543 gegründete und später als Stammschäferei weitergeführte spanische Merino-Schafzucht gehörte.


Heute nach über 700jähriger Geschichte zählt Lohmen mit seinen 4 Ortsteilen Daube, Doberzeit, Mühlsdorf und Uttewalde ca. 3.300 Einwohner. Der Ort besitzt eine der schönsten Dorfkirchen Sachsens, die sich in unmittelbarer Nähe des Erbgerichtes befindet. Sie wurde in den Jahren 1786 im Stil der Dresdner Frauenkirche des Baumeisters Georg Bähr als typisch protestantische Kirche erbaut.


Ein besonderes Erlebnis bietet dem Besucher die Bastei – auch Balkon der Sächsischen Schweiz genannt – der als Aussichtspunkt 305 m ü. d. M. einen unvergesslichen Blick auf das Elbtal und die einmaligen Landschaftsformen des Elbsandsteingebirges ermöglicht. Lohmen ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflügler und Wanderfreunde, die die Sächsische Schweiz und das Lausitzer Bergland erkunden wollen. Damit Sie für Ihre Erkundungen im Umland
gut gerüstet sind, bieten  wir Ihnen frische, saisonal gutbürgeliche Speisen und die passenden Getränke dazu.


Oft Fragen uns Gäste, was es mit der Bezeichnung „ Erbgericht“ auf sich hat. Unsere Recherchen ergaben, dass in vielen sächsischen Gemeinden der Ortsgründer vom Landesherren die niedere Gerichtsbarkeit übertragen bekam, welche weitervererbt werden konnte. Mit diesem Richteramt war oft auch das Recht auf eine Brau- und Schanktätigkeit verbunden. Viele der ehemaligen Erbgerichtshäuser in Sachsen haben ihre Schankkonzessionen behalten oder wiedererlangt.